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Jörg Becker - Bilder- und Liedermacher

JörgPass02

Geboren in Itzehoe, aufgewachsen in Husum / Nordsee, Ausbildung und anschließende Tätigkeit als Dipl.-Finanzwirt. Wohnort und Atelier in Stralsund.

Künstlerisch tätig bereits im Rahmen von Kunst-Projekten am Gymnasium. Selbststudium der Malerei in den Jahren danach. Seit 1993 Kunst am PC. Seit 2001 als Maler tätig - freie, experimentelle Malerei. Seit einiger Zeit auch fotografisch tätig mit Schwerpunkt Digitalkunst /-design am PC.

Mein Weg zur freien experimentellen Malerei

Anfangs Gegenständliche Malerei
Ich begann zunächst mit der gegenständlichen Aquarellmalerei. Es entstanden haupt-sächlich kleinformatige Landschaftsbilder (Formate ca. 20 x 30 bis 30 x 40 cm). Motive boten sich mir sowohl in der Stadt als auch auf dem umliegenden Land und auf dem Wasser bzw. in den Häfen, die ich mit meinem kleinen Segelboot ansteuerte. Nach einiger Zeit probierte ich Pastellkreiden, Ölkreiden, Kohlestift, Bleistift, Fineliner, Tusche sowie fein pigmentierte Airbrushfarben: Zunächst jeweils eines dieser Farbsysteme, danach Mischtechniken dieser Farbsysteme zusammen mit Aquarellfarben bzw. Acrylfarben. Ölfarben (normale, schnell trocknende, mit Wasser verdünnbare) habe ich im Rahmen einiger Projekte ausprobiert. Da aber entweder die Lösungsmittel meiner Familie und mir Kopfschmerzen bereiteten oder aber die Bilder zu langsam trockneten, habe ich auf die Benutzung von Ölfarben zugunsten der Acrylfarben weit gehend verzichtet. Heute benutze ich häufig neben Acrylfarben Kunstharzlacke aus der Sprühdose, die ich (mit entsprechender Lüftung des Ateliers) gemeinsam mit anderen Farbsystemen wie Pigmenten oder Ölkreiden verwende.

Experimentelle Abstraktion
Nach und nach begann ich, mit Hilfe des PC's und Adobe´s Photoshop zu experimentieren: Mit der Digicam eingefangene Motive habe ich am PC abstrahiert, indem ich unter-schiedliche Ansichten, Perspektiven und Farbvarianten erstellte. Die so gewonnene Vorlage habe ich auf den Bildträger übertragen und - damals meist noch als Aquarell - ausgearbeitet. Danach habe ich extrem vergrösserte Bild-Ausschnitte mit verschiedenen Farbvarianten am PC erstellt und nach Übertragung auf den Malgrund zum fertigen Bild verarbeitet.

Grössere Formate, Collagen
Mit der Zeit erkannte ich, dass kleine Formate mich nicht weiter brachten, da sie meine grosszügige Malweise behinderten. Ich begann deshalb, sowohl Aquarelle als auch Acryl(misch)techniken auf Karton oder Leinwand in Formaten von 40 x 50 cm bis zu 60 x 80 cm, teilweise 70 x 100 cm, zu malen.
Es entstanden schon damals einige Acryl-Collagen unter Verwendung von gekochten oder ungekochten Spaghetti, Geldmünzen, Zeitungsausschnitten, Vogelsand, zerknülltem Seiden- oder auch Zeitungspapier und ähnlichen Gegenständen. Die Motive waren zwar schon abstrahiert, gleichwohl aber noch figürlich und somit als Gegenstände erkennbar.
 

Gegenstandslose Malerei
Im Laufe der letzten Jahre ging ich mehr und mehr dazu über, statt gegenständlicher Motive Gefühle, Erlebnisse und Erkenntnisse, die mir „auf meinem Weg" durchs Leben begegneten, als Bildanlass zu verwenden. Mit zunehmender Gegenstandslosigkeit gewannen allgemeine Gestaltungsgrundsätze an Bedeutung: Farbe und Form.

Grosse Bildformate
Gleichzeitig begann ich, grosse Bildformate bis zu 110 x 130 cm einzusetzen (richtig grosse Bilder sind in meinem doch sehr kleinen Atelier nur schlecht zu handhaben). Und ich begann ausserdem, grundierte Leinwand von der Rolle (1,60 x 10 m) zu bemalen und erst anschliessend auf vorgefertigte Keilrahmenleisten zu spannen. Vorteile ergaben sich beim Malen durch den festeren Untergrund auf einer Malplatte (auf welche die Leinwand gespannt wird) gegenüber einem bespannten Keilrahmen sowie beim Transport in die Galerie durch die gerollte Form. Natürlich können Collagen, Materialbilder sowie stark texturierte Bilder nicht oder nur eingeschränkt gerollt werden.

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